Schalker Jermaine Jones wird Ami
12. Juni 2009 von tommyknockers
Scheinbar sah der Schalker Mittelfeldakteuer keine Chance mehr in nächter Zeit deutscher Nationalmannschaft auflaufen. Er war zwar schon dreimal für die Nationalmannschaft nominiert, allerdings in keinem Pflichtspiel. Jogi Löw hat ihn in letzter Zeit ja auch bei keiner Nominierung berücksichtigt. Ok, er hat jetzt auch nicht gerade mit Leistung, sondern eher mit roten Karten geglänzt. Wahrscheinlich sah er nun gar keine Möglichkeiten mehr für sich und entschied sich für die amerikanische Fussballnationalmannschaft. Jermaine Jones ist einer der Spieler, die dies können. Er besitzt beide Staatsbürgerschaften.
Vielleicht spielt Jones aber auch nur für den “falschen” Verein? Nein, ich möchte Herrn Löw jetzt nicht unterstellen, dass er nur Spieler aus bestimmten Vereinen nominiert. Allerdings muss ich gestehen, dass ich einige seiner Entscheidungen nicht ganz nachvollziehen kann. So kann ich nicht verstehen, dass während der EM Mario Gomez die ganze Zeit den Vorzug gegenüber anderen Spielern erhalten hat. Gomez ist in der Bundesliga einer der besten Spieler, in der Nationalmannschaft machte er allerdings mehr durch seine vergebenen Großchancen auf sich aufmerksam.
Ok, bei der Asienreise hat er dann endlich mal wieder getroffen. Aber davor hat er ja nur 100%tige Torchancen reihenweise versemmelt. Das da ein Spieler wie Kevin Kuranyi irgendwann die Geduld verliert und einen Blödsinn macht, kann man mit diesem Hintergrund auch verstehen. Kuranyi bekam unter Löw nie eine richtige Chance.
Genauso wenig kann ich Löws Reaktion auf das Verhalten von Lukas Podolski nicht verstehen. Ich weiß wirklich nicht, ob jeder andere Spieler genauso glimpflich davon gekommen wäre. Podolski hat den Kapitän Michael Ballack auf dem Platz leicht georfeigt, aber keinerlei Konsequenzen gespürt.
Liegt das eventuell daran, dass er zu dem Zeitpunkt noch Spieler des FC Bayern München war? Böse, wer da einen Zusammenhang vermutet, dieser ist doch bestimmt nicht gegeben.
Ansonsten kann man ja auch wirklich nichts negatives über den Nationaltrainer Joachim “Jogi” Löw sagen. Auch wenn Klinsmann als Teamchef immer für das hervorragende Abschneiden der deutschen bei der WM 2006 im eigenen Land gelobt wird, ist doch Löw der Mann der hinten den Kulissen die Fäden gezogen hat. Das soll jetzt natürlich nicht die Leistung von Jürgen Klinsmann schmälern. Er ist und war zweifelsohne der Motivator, der die richtigen Worte vor jedem Spiel gefunden hat.
Es kam mir halt nur einiges sehr komisch vor. Aber das schmälert die Leistung, die Jogi Löw und sein Team in den letzten Jahren erbracht hat, natürlich nicht im geringsten. Ich kann aber auch Spieler verstehen, die sich dann für eine anderes Land entscheiden, bei dem sie die Chance sehen, Nationalspieler zu werden. Das ist auch vollkommen legitim.
Allerdings sollten die Herren vom Dfb aufpassen, dass nicht noch mehr Spieler, auf die selbe Idee kommen. Dabei denke ich vor allen an die sogenannten Perspektivspieler wie Mesut Özil. Nicht das er sich auch benachteiligt fühlt und plötzlich doch für die Türkei spielen will. Obwohl ich glaube, bei ihm geht das zum Glück nicht mehr. Er hat ja schon mindestens ein Pflichtspiel für Deutschland gespielt.
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